Aktivitäten
OUR FRIDAYS FOR FUTURE ACTION - Besuch der 3c im Naturkundemuseum Graz

Die dünne Haut der Erde – Der Boden unter unseren Füßen lebt.

Um unsere SchülerInnen die überall spürbare Problematik der Ausbeutung und Zerstörung unserer Erde näher zu bringen, machten wir am Freitag, 24. Jänner, eine Führung in das 1811 von Erzherzog Johann gegründete Universalmuseum Joanneum. Das Naturkundemuseum gibt Einblicke in die Erdgeschichte und Artenvielfalt der Steiermark. 

Zuerst konnten wir an einer interessanten Führung über die dünne Haut der Erde teilnehmen, die uns die faszinierende Vielfalt des Lebens im Boden nahe brachte. Eine große Fülle von Organismen bewohnt diese „dünne Haut der Erde“: Regenwürmer, Milben, Springschwänze und unzählige andere Tiere sorgen in Zusammenarbeit mit Bakterien und Pilzen für fruchtbare Böden. Ihre Lebensweise und Aktivität bildet die Grundlage für den Nährstoffkreislauf und das Pflanzenwachstum und somit die Nutzung der Böden durch den Menschen. 

So hat sich seit 1970 die Fleischproduktion mehr als verdreifacht. Der Verzehr großer Fleischmengen ist nicht nur ungesund, er hat auch weltweit weitreichende landwirtschaftliche und soziale Auswirkungen. Auf einem Drittel aller Ackerflächen wird Futter für das Vieh angebaut. Diese Flächen fehlen also für den Anbau von Pflanzen, mit denen die Ärmsten ihren Hunger stillen könnten. 

Über 60 % der Steiermark sind mit Wald bedeckt und das Waldsterben ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Viele Menschen müssen ihre Heimat und ehemals fruchtbare Ackerflächen infolge von Dürre verlassen. Umweltkatastrophen und Völkerwanderungen sind oft die Folge menschlichen Handelns. 

Die zweite Führung zeigte, wie Wildtiere den Winter ganz unterschiedlich verbringen: Sie sammeln Vorräte, polstern ihre Baue aus oder legen sich ein dichtes Winterfell zu. Andere verschlafen die kalte Jahreszeit, und wieder andere fliegen gleich in den wärmeren Süden. Wir schauten uns die Energiespar-Tricks verschiedener Tiere genauer an. Die Erderwärmung wird dazu führen, dass die Schneehasen aussterben und die Borkenkäfer zunehmen. Verbunden mit großen Wald- und Pflanzenschaden, sowie dem Aussterben von Tieren. Wir werden alternative Pflanzenarten und Anbaumethoden durchführen müssen.

Igel
Schneehase
Winterfell und Gamskrickerl
Maulwurf
Globales Ökosystem