Aktivitäten
"Five outdoor days" der 2c im Nationalpark Gesäuse

Die 2c-Klasse  stellte sich unter der Leitung von Klassenvorstand Wilhelm Ortner und Maria Stiger der Herausforderung, Natur durch Beobachten, Begreifen und Erleben intensiv zu erfahren.

Mit den ÖBB und der Schulcard ging es am Montagmorgen nach Liezen. Dort wurden wir mit einem Bus nach Gstatterboden gefahren und lernten im Nationalpark Gesäuse (Weidendom) den begehbaren ökologischen Fußabdruck kennen.

 

- Wie viele Erden bräuchten wir, wenn alle Menschen auf der Erde so lebten wie wir ÖsterreicherInnen?
- Wie beeinflusst mein tägliches Handeln den ökologischen Fußabdruck?
- Kann ich alleine überhaupt etwas für unsere (Um)Welt tun?

 

Wir versuchten, im Fußabdruck-Labyrinth Wege zu einem zukünftigen Lebensstil zu finden. Danach fuhren wir nach Johnsbach, stärkten uns im Gasthaus Donnerwirt und bezogen unsere Unterkunft. Am Abend besichtigten wir den berühmten Bergsteigerfriedhof und erkundeten den nahegelegenen  Klettergarten.

 

Der Dienstag stand unter dem Motto: „Naturerlebnis Fels“. Wir marschierten zum Klettergarten Johnsbach  im Gesäuse. Dieses Gebiet ist fürs Klettern und Bergsteigen seit Jahrhunderten berühmt und wir erfuhren viel Spannendes aus dieser Bergwelt. Unter Anleitung von zwei geprüften Bergführern und Rangerin Karo verbesserten wir unsere Trittsicherheit im Gelände und auf Felsen. Das Spiel mit dem Gleichgewicht auf Fels und Seil wurde bis zum dritten Schwierigkeitsgrad ausprobiert. In Gruppen gingen wir an unsere psychischen und physischen Grenzen und lernten bzw. erlebten so Vertrauen, Verantwortung und Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe.
Unser Blick für die besonderen Lebensräume der Felsen und Spalten, die Schuttfluren sowie deren tierische und pflanzliche Bewohner wurde geschärft.

 

Am Mittwoch verließen wir unsere gewohnte "Wohlstandsgesellschaft" und marschierten mit Karte und Rucksack von Gstatterboden aus 650 Höhenmeter zur idyllisch auf einer Hochebene gelegenen Hochscheiben-Alm, mitten im Nationalpark Gesäuse. Herr Ortner, Frau Stiger und alle SchülerInnen ließen in dieser Woche Smartphone und Uhr im Tal zurück. Wir bauten unser Lager für die Nacht selbst und legten die Unterlagsmatte sowie den Schlafsack auf. Das Essen bereiteten wir aus einfachen - von uns bereits in der NMS Unterpremstätten gewählten - Nahrungsmitteln selbst zu. Die Notwendigkeit eines Lagerfeuers fühlten wir am eigenen Körper, eines aufzubauen und zu entzünden musste jeder von uns mit nur maximal fünf Zündhölzern selbst schaffen. Besonders beliebt war das Sammeln von Pflanzen. Damit bereiteten wir in einem Topf mit kochendem Wasser den geschmackvollen "Hochscheibentee" selbst zu. Unsere Aufgabe war es, ein Leben ohne Strom und ohne elektrischen Geräten zu führen, mit einem Minimum an Ressourcen auszukommen, am Nachthimmel unseren Glücksstern zu finden und Spaß und Abenteuer in der freien Natur zu erleben. Da die zweite Nacht sehr gewittrig war, schliefen wir in originellen ortsüblichen Holzknechtducks. Am Freitag marschierten (schwitzten) wir bei über 30 Grad Hitze durch Schotterhalden ins Tal. Auf der Niederscheibenalm genossen wir von Sennerin Grete frisch zubereitete Krapfen, Steirerkäs- und Fleischbrote. Am Abend erreichten wir gut gelaunt, aber total erschöpft, den Bahnhof in Graz und wurden von unseren Eltern sehnsüchtig empfangen.